Stand: Oktober 2009
BMU fördert Pilotprojekt zur energieeffizienten Beleuchtung in der Ukraine
Energiesparlampen werden in Deutschland nach und nach Standard und leisten einen unverzichtbaren Beitrag zum Klimaschutz. Das
Bundesumweltweltministerium hilft nun, breitere Nutzungsmöglichkeiten für Energiesparlampen auch in der Ukraine zu
erschließen. Im Rahmen der CDM/JI-Initiative des BMU wird der ukrainische Lampenhersteller Gazotron-Lux in die Lage
versetzt, sowohl die klimapolitischen Anforderungen der Kyoto-Mechanismen (Joint Implementation) zu erfüllen als auch die
entsprechende Menge Lampen überhaupt erst zu produzieren.
Die Energiesparlampen werden in Gebäuden des Bildungsministeriums (Schulen, Universitäten etc.) eingesetzt, das die
Finanzierung der Energiesparlampen nicht darstellen kann. Für die Gebäudeträger ist der Nutzen der Reduzierung
von Energiekosten jedoch so beträchtlich, dass die Kosten sich binnen Jahresfrist rechnen könnten. Allein es fehlt -
ohne die Kyoto-Mechanismen - die Möglichkeit einer Anschubfinanzierung, die nun vom BMU für die ersten 15.000 Lampen
geleistet wird.
Das Projekt soll mit Hilfe des KfW Klimaschutzfonds nach und nach auf eine Projektgröße von 2 Mio. Lampen wachsen.
Die Kosten des Projektes können voraussichtlich vollständig aus den Zertifikatserlösen refinanziert werden, so
dass das Projekt nicht zu einer Subventionierung des ukrainischen Lampenherstellers führt. Dadurch erhöhen sich die
Chancen auf eine Multiplikation dieses Projekttyps deutlich. Ein gewünschter Nebeneffekt ist die Sensibilisierung von
Schülern und Studenten für Energiesparmaßnahmen.
Das Hamburger Unternehmen GfA Envest hat das Projekt vorbereitet und wird nun auch Projektdokumente erstellen. Die
Vorauszahlung für die ersten 15.000 Zertifikate, die das BMU erwirbt, wird über die KfW geleistet. Zum Klimaschutz
trägt die erfolgreiche Realisierung des Gesamtprojektes letztlich mit einer Verringerung der Treibhausgasemissionen von
etwa 250.000 t CO2e pro Jahr bei.
Hintergrund: Kyoto-Mechanismen
Das BMU fördert mit der CDM/JI-Initiative die Nutzung der projektbezogenen Kyoto-Mechanismen, um mit
klimafreundlichen Technologien weltweit zusätzliche Emissionsminderungen zu bewirken. Um strategisch bedeutsamen
Leuchtturmprojekten zum Durchbruch zu verhelfen, kauft das BMU nach den Regeln des Kohlenstoffmarktes in Einzelfällen
Zertifikate der Projekte auf. So wird ein Beitrag geleistet, dass diese Projekte marktwirtschaftlich multiplizierbar sind und
nicht öffentlicher Subventionen bedürfen. Das BMU hat zu diesem Zweck die KfW als Mandatar gewonnen.Der Erwerb der Zertifikate durch das BMU dient nicht der Erfüllung der deutschen Klimaschutzziele. Die Zertifikate sollen nach der Verifizierung der eingetretenen Emissionsminderung – voraussichtlich Anfang 2011 - auf dem Kohlenstoffmarkt verkauft werden. Die Einnahmen werden dann dem Bundeshaushalt wieder zugeführt. Es liegt nahe, bei erfolgreicher Umsetzung des Projektes über die Einrichtung eines revolvierenden Fonds für die Ukraine nachzudenken, der die Einnahmen auf dem globalen Kohlenstoffmarkt für die Marktdurchdringung im Beleuchtungssektor nutzt.
Ansprechpartner im BMU:
Thomas Forth, E-Mail:Weitere Informationen und Ansprechpartner des Projektes:
KfW:GFA Envest:


