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November 2008


Kurzportrait Malaysia

Die Häufigkeit von Wetterextremen wie Taifunen oder Überschwemmungen hat in Malaysia zugenommen. Bislang sind die Auswirkungen auf die Landwirtschaft gering; die Reiserträge haben sich nicht sichtlich verändert und auch die Lage der Reisanbaugebiete hat sich nicht verschoben. Durch lokale Temperaturanstiege haben einige Teile des Hochlands allerdings bereits Probleme, bestimmte Gemüsesorten anzupflanzen.

In der internationalen Klimapolitik ist Malaysia CDM-Gastland. Doch die malaysische Wirtschaft ist in den letzten Jahren stark gewachsen – es ist nicht auszuschließen, dass in einem Post-2012-Abkommen eigene Reduktionsverpflichtungen auf das Land zukommen werden. Malaysia gehört zu den ASEAN-Staaten; im Juli 2008 bei ihrem 41. Treffen haben die Minister der ASEAN-Staaten beschlossen die Themen Klimawandel, Energie und Nahrungssicherheit in den Fokus ihrer politischen Arbeit zu stellen.

Malaysia hat 2002 das Kyoto-Protokoll ratifiziert und ist seitdem eines der führenden CDM-Gastgeberländer (gemessen an der Zahl der registrierten Projekte liegt das Land auf Platz 5; Stand September 2008). Dies liegt nicht zuletzt an den gut entwickelten Strukturen im Land. Die Conservation and Environmental Management Division des Ministry of Natural Resources and Environment ist Sitz der malaysischen DNA. Ihr zugeordnet ist das National Steering Committee on Climate Change (NSCCC), dem die Formulierung und Implementierung von Vermeidungs- wie Anpassungsmaßnahmen obliegt und das Ministerium in der Klimaschutzpolitik unterstützt. Das National Committee on CDM (NCCDM) wurde im Mai 2002 eingerichtet und ist verantwortlich für den Bewertungs- und Genehmigungsprozess von CDM-Projekten. Die technische und finanzielle Evaluierung der Projekte obliegt den beiden Technical Committees zu Energie und Forstwirtschaft.

Seit August 2005 sind die nationalen CDM Kriterien in Kraft: Hierzu zählen unter anderem Nachhaltigkeit, Technologietransfer und ein Nachweis über die finanzielle Möglichkeit der Durchführung muss erbracht werden. Kontaktinformationen sowie Fallstudien, Workshop-Berichte und weitere Informationen rund um den CDM in Malaysia finden sich auf der Informationsseite, die das Umweltministerium erstellt hat.

Potenziale für den CDM in Malaysia liegen unter anderem in den Bereichen erneuerbare Energien (Photovoltaik, Wasser und Biomasse), Energieeffizienzprojekte im Industriesektor und Kraft-Wärme-Kopplung. Großes Potenzial für CDM-Projekte in Malaysia liegt in der Nutzung von Methan für die Erzeugung von Energie. Die Palmölindustrie in Malaysia gehört nach Indonesien zu der größten weltweit. Bei der Produktion von Plamöl verrotten pflanzliche Reststoffe und es entsteht Methan. Ein Großteil der bislang registrierten Projekte stammt aus diesem Bereich (Biomasse zu Energie).


Downloads:

CDM-Markt Kompakt Malaysia der bfai

Weitere Informationen (Auswahl):

Wer schert sich um den Klimawandel? Zum Thema Energie in Südostasien und Malaysia im Speziellen (PDF)
Informationen auf der Website zum malaysischen CDM-Prozess
Joint Communique of the 41st ASEAN Ministerial Meeting “One ASEAN at the Heart of Dynamic Asia”
Singapore Declaration on Climate Change, Energy and the Environment
Informationen der Internationalen Energieagentur (IEA) zu Malaysia
Informationen der Internationalen Energieagentur (IEA) zu ASEAN Staaten