November 2008
Kurzportrait Südkorea
Südkorea liegt auf einer Halbinsel und mit einer 2413 km langen Küstenlinie ist das Land
unmittelbar vom Klimawandel bzw. damit verbundenen Meeresspiegelanstieg betroffen.
Neben Mexiko ist Südkorea der einzige OECD-Staat, der nicht zu den Annex-I-Staaten zählt. Bei einem noch zu gestaltenden Post-2012-Abkommen wird sich das Land jedoch aller Wahrscheinlichkeit nach auf ein Emissionsziel verpflichten müssen.
Auf Grund der gestiegenen Emissionen hat das „Inter-Ministerial Committee on Climate Change“ unter der Führung des Ministerpräsidenten seit 1999 alle drei Jahre Aktionspläne („National Comprehensive Plan for Reducing GHG“) erlassen, deren Ziele die Reduzierung der Treibhausgase, Anpassung an den Klimawandel und internationale Kooperation sind. Bislang sind allerdings bei der Reduzierung der Treibhausgase keine Fortschritte gemacht worden; ganz im Gegenteil, denn im Zeitraum zwischen 1990 und 2004 sind die CO2 Emissionen von 310,6 MtCO2 auf 590,6 MtCO2 oder um 104,6% angestiegen. Dem Ziel der internationalen Kooperation hat sich Korea durch seinen Beitritt zum „Asian Pacific Partnership on Clean Development and Climate“ genähert.
Die koreanische DNA, das „CDM Review Committee“, ist im Büro des Ministerpräsidenten angesiedelt und besteht aus 25 Repräsentanten aus dem Büro des Ministerpräsidenten, verschiedenen Ministerien wie dem Umweltministerium, dem Ministerium für Handel, Industrie und Energie und Regierungsbehörden wie der Korea Energy Management Corporation (KEMCO) und der Korea Environmental Management Corporation (EMC). Um ein CDM-Projekt registrieren zu lassen, muss der Antrag beim „CDM Review Committee“ eingereicht werden. Von den zuständigen Ministerien und Behörden werden die Anträge dann geprüft; die abschließende Entscheidung, ob ein CDM-Projekt zugelassen wird oder nicht, obliegt wiederum dem „CDM Review Committee“.
Die Projekte müssen fünf Kriterien erfüllen: zum einen müssen sie zur nachhaltigen Entwicklung der koreanischen Wirtschaft beitragen, das Kriterium der Zusätzlichkeit erfüllen, eine Umweltverträglichkeitsprüfung bestehen, den Technologietransfer befördern und Konsistenz bezüglich bestehender nationaler Gesetze und Politiken aufweisen.
Die bisher eingereichten CDM-Projekte kommen zu fast gleichen Anteilen aus den Bereichen Erneuerbare, vor allem Wasserkraft und Windenergie, sowie N2O. Potential für zukünftige Projekte liegt im Bereich Erneuerbare (Photovoltaik, Wind, Kleinwasserkraftwerke und Biomasse) und im Bereich Energieeffizienz.
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