November 2008
Kurzportrait Iran
Iran ist mit einer
Fläche von 1,6 Mio. km2 und einer Bevölkerungszahl von 68,6 Mio das größte Land im Mittleren Osten. Die
iranische Wirtschaft wird vom Erdöl-und Erdgassektor dominiert, der ein Viertel der gesamten Bruttowertschöpfung
erwirtschaftet und für über 83% der Exporte zuständig ist. Außerdem ist die iranische Wirtschaft
energieintensiv. Pro Einwohner wurden in 2005 2,33 t Rohöleinheiten verbraucht, die fast vollständig auf die Nutzung
der (heimischen) Energieträger Öl und Erdgas zurückgehen. Mit Abstand wichtigster Einfuhr-Handelspartner ist
Deutschland, das 2005 13,8% der iranischen Einfuhren lieferte.
Aufgrund seiner relativ hohen Energieintensität in einigen Industriesektoren bestehen entsprechende Einsparpotenziale. Die größten Potentiale für Energieeffizienz-Projekte im Iran sind in der Zement-, Stahl-, Chemie- und Zuckerindustrie, sowie durch Steigerung des Wirkungsgrads der Kraftwerke. Viele Kraftwerke bieten außerdem die Möglichkeit zum Brennstoffwechsel von Öl auf Erdgas. In der petrochemischen Industrie sind darüber hinaus Potenziale der N2O-Reduktion erschließbar.
Projektmöglichkeiten bietet auch die Ölproduktion selbst. Die in der Produktion emittierten Gase könnten verwendet werden, bspw. zur Herstellung von gas to liquid-Kraftstoffen. Die DNA Irans spricht außerdem von einem hohen Potenzial an Erneuerbaren Energien. Laut Dr. Mohammad Soltanieh liegt die solare Strahlungsintensität im Iran bei 2000 kWh pro m2 bzw. 2800 Sonnenstunden im Jahr und das Windenergiepotenzial bei insgesamt 6500 MW. Die iranische "Organisation für Neue Energien“ hat das ehrgeizige Ziel genannt, bis zum Jahr 2010 insgesamt 500 MW aus Windkraft erzielen zu wollen. Die Umsetzung des Vorhabens ist im laufenden 4. Fünfjahresentwicklungsplan festgeschrieben und erfordert die Zusammenarbeit mit ausländischen Fachunternehmen.
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