Stand: August 2008
Kurzportrait Dominikanische Republik
Aufgrund seines Energiebedarfs und der außergewöhnlich guten Voraussetzungen
für Projekte im Bereich erneuerbarer Energien hat die Dominikanische Republik großes Potenzial beim CDM. Um die
Abhängigkeit von fossilen Treibstoffen zu verringern, wurde 2007 das Gesetz 57/07 verlautbart, das steuerrechtliche
Sonderregelungen für Erneuerbare Energien-Projekte vorsieht.
Die Bekämpfung des Klimawandels und die Förderung von CDM-Projekten sind ein vorrangiges Ziel der Regierung. Daher
wurde 2008 der Nationale Rat für Klimawandel und Clean Development Mechanism (CNCCMDL) eingerichtet.
Das Land ist erst vor kurzem als Gastland dem CDM Markt beigetreten und spielt eine zunehmend aktive Rolle mit 28 Projekten in
der Pipeline. Zur Zeit ist lediglich ein Projekt registriert und zwei weitere befinden sich in der Validierung (für das
Jahr 2009 werden weitere Projekte in der Pipeline erwartete). Es existieren MoUs mit Spanien, Japan, Kanada und der Weltbank
(IBRD).
Als dominikanische DNA fungiert der Nationale Rat für Klimawandel und CDM (Consejo Nacional para el Cambio Climatico y el
Mecanismo de Desarollo Limpio). Der Rat wird vom Präsidenten der Dominikanischen Republik geleitet und hat einen
Staatssekretär als ausführenden Vizepräsidenten sowie ein Exekutivkomitee, das aus Regierungsvertretern des
Energieministeriums sowie der Ministerien für Umwelt und Natürliche Ressourcen, Verkehr, Landwirtschaft, Industrie,
Wissenschaft und Technologie, Äußeres sowie Wirtschaft zusammengesetzt ist.
Die ONMDL agiert zudem als Einrichtung, die Projekte in ihrer Anfangsphase fördert und Projekt- sowie
Finanzierungsmöglichkeiten identifizieren hilft. Zur Zeit unterstützt ONMDL viele potenzielle
Projektentwickler.
Genehmigungsvoraussetzungen des Gastlandes Dominikanische Republik
Der offizielle DNA-Genehmigungsprozess wird zur Zeit eingerichtet. Er wird dem andere lateinamerikanischer Länder ähneln.
Der Projektträger muss einen Genehmigungsantrag zusammen mit dem PDD auf Spanisch und Englisch in einer elektronischen sowie einer ausgedruckten Version einreichen. Des Weiteren wird eine Umweltfolgenprüfung (EIA) oder das Umweltzertifikat der entsprechenden Behörde entsprechend der nationalen Gesetzgebung verlangt. Die ONMDL muss auch bestätigen, dass lokale Gesetze und Richtlinien erfüllt werden, sodass die Dokumentation, die dem PDD angehängt ist, auch belegen muss, dass das Projekt den nationalen Gesetzen entspricht.
Der Projektträger hat die Möglichkeit, freiwillig eine PIN mit Antrag auf ein Unterstützungsschreiben an die DNA zu senden. Dies kann zu Feedback und Unterstützung durch die ONMDL von Beginn an durch den gesamten Projektverlauf führen.
Die ONMDL prüft, ob das Projekt die CDM-Anforderungen erfüllt und den nationalen Schwerpunkten für Ökologie und Nachhaltige Entwicklung entspricht. Zudem prüft sie fachliche CDM-Aspekte (Zusätzlichkeit, Baseline, die Generierung von CERs, die Anrechnungsperiode sowie den Monitoringplan), ökonomische Aspekte und die technische Machbarkeit. Mit dem Bericht der technischen Berater des ONMDL entscheidet die DNA über Genehmigung, Ablehnung oder die Anforderung weiterer Informationen seitens der Projektentwickler.


